Was der Giersch alles kann

Gestern haben wir noch einen Giersch entdeckt. Eines der wunderbarsten Wildkräuter die es gibt. Viele haben ihn im Garten und versuchen ihn mit aller Gewalt zu bekämpfen. Bitte macht das nicht, erntet ihn und verwendet ihn wie wiele andere Kräuter oder Blattgemüse.

Ich will euch heute den Giersch ein wenig schmackhaft machen:
Er wird auh Geißfuß oder Erdholler genannt und ist nicht immer leicht zu erkennen, man braucht schon etwas Übung, seine Blätter sind sehr vielfältig. Er blüht von Juni bis August, ich habe ihn bis jetzt aber nur ohne Blüten entdeckt. Sehr markant ist die Rille in seinem Stiel.
Seine Inhaltsstoffe: Kalzium, Magnesium, Phosphor, Vit C und ätherische Öle, er kommt in Wäldern, Gärten, schattigen Stellen, Auwäldern und Wiesen vor.
Seine Wirkung: harnsäureausleitend, schmerzlindernd, abschwellend bei Gicht, heilende Wirkung bei Insektenstichen.
Ernte: junge noch kaum entfaltete Blätter vor der Blüte für Salate, Aufstriche, Pestos. Blätter bis September für Gemüse und als Würze, Wurzeln im Frühjahr.
Verwendung in der Küche: junge Gierschblätter sind ein schmackhaftes Gemüse und Spinat, sie können Salaten, Aufstrichen, Kräutersaucen und Pestos beigemengt werden. Ältere Blätter sind etwas hart und sollten ohne Stiele gekocht werden, sie sind ein guter Ersatz für Petersilie, auch die Samen können als Würzmittel verwendet werden.
Verwendung als Heilpflanze: Der französische und der englische Name weisen bereits auf seine Wirkung hin, nämlich „podagraire“ = Gichtheilerin und „goutweed“= Gichtkraut.
Der Tee aus jungen Blättern kann in einer 6-wöchigen Kur bei Gichtleiden nachhaltige Besserung verschaffen. Aus dem Tee können auch Kompressen bereitet werden, sollte aber dann mit der doppelten Menge an Kraut gemacht werden und hilft bei Gelenkschmerzen, Wunden und Insektenstichen.

Ich hoffe ihr könnt ihn bald in eurer Küche verwenden, wenn ihr euch bei Sammeln nicht sicher seid, macht doch einmal einen Kräuterspaziergang mit mir, ich freue mich auf euch!